RSS Galerie Meine Bücher
1 User auf dieser Seite. Users: 1 Gast

Der Grundfehler ist die pro-israelische Schlagseite

Von Sammy
zoriah_gaza_destruction_damage_civilian_child_...
Image by Zoriah via Flickr

auch als Audiokommentar: Der Grundfehler ist die pro-israelische Schlagseite | 2′46


Kommentar zur Nahost-Politik

Von Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio

Der Weihnachts- und Silvesterurlaub ist vorbei, nun werden Europas aktiv. Schließlich ist Israels Krieg gegen in seiner Heftigkeit ungewöhnlich: Bisher mehr als 500 getötete Palästinenser - so viele Menschen hat die israelische Besatzungsarmee im ganzen Jahr 2007 nicht getötet!
Man muss kein Zyniker sein, um festzustellen: Hätte es sich um israelische Tote gehandelt, hätten Europas Chefdiplomaten ihren beschaulichen Jahresendurlaub unverzüglich abgebrochen.

Die Bomben auf und die Raketen auf Israel sind eine direkte Folge der völlig fehlgeleiteten Politik, die die Europäische Union im Nahen Osten in den letzten Jahren betrieben hat. Der Tiefpunkt war die Entscheidung, die des -Streifens mitzumachen. Anderthalb Millionen Menschen immer tiefer ins Elend zu drücken, war nicht nur unmoralisch und kriminell - es war dumm. Diese Menschen nur noch auf das Überlebensminimum zu reduzieren, machte den Nahen Osten immer noch unsicherer und instabiler. Den Scherbenhaufen, vor dem die Europäische Union nun steht, hat sie selbst mit angerichtet.

Beschuss und müssen aufhören

Israel sagt, der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen müsse aufhören, ein für alle Mal. Das stimmt. Das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Widerstand gegen eine gibt Hamas nicht das Recht, israelische Zivilisten anzugreifen.

sagt, die des -Streifens müsse aufhören, ein für alle Mal. Auch das stimmt. Nicht nur jeder Israeli, auch jeder Palästinenser hat ein Recht auf Freizügigkeit, auf ein Leben in Freiheit und in Würde.

Eigentlich wäre eine Lösung also einfach: Öffnung des Gazastreifens gegen ein Ende des Raketenbeschusses. Dennoch sind die  Erfolgschancen der europäischen Vermittlung gering. Der Leiter der Delegation, der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg, scheint auf einem Auge blind zu sein. Am Sonntag sagte er, habe “angefangen” und trage “die Schuld”.

Schwarzenberg ignoriert legitime -Forderung

Das hat mit der tatsächlichen Folge der Ereignisse in Südisrael und im letzten Jahr wenig zu tun, ein kurzer Rückblick: Im Sommer war es in Südisrael so friedlich wie lange nicht. Doch die vereinbarte Öffnung von blieb aus. Anfang November begann Israels Armee dann, die Waffenruhe immer häufiger zu brechen und die Lage systematisch zu eskalieren. Deshalb hielt nicht mehr still, das Verhängnis nahm seinen Lauf.

Da Schwarzenberg nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint, dass auch eine legitime Forderung hat - die Öffnung des -Streifens -, dürfte es kaum gelingen, einen wahren Durchbruch zu erreichen. Die Geschichte des Nahen Ostens hat unzählige israelisch-palästinensische Vereinbarungen gesehen, die stets das israelische Interesse höher hingen als das palästinensische. Gescheitert sind sie alle wegen genau dieses Grundfehlers.

Social Service:
  • Print this article!
  • E-mail this story to a friend!
  • TwitThis
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • Blogosphere News
  • LinkedIn
  • Live
  • MySpace
  • Technorati
  • Yahoo! Buzz
  • Yigg
· Gelesen: 422 · Heute: 2 · Zuletzt: Sa, 04. Sep 2010
Artikel BEWERTEN: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 Stimmen, Durchschnitt: 4.67 von 5)
Loading ... Loading ...


Schreibe einen Kommentar oder hinterlasse einen Trackback.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht.

(erforderlich)
(erforderlich)
Generated in 1.900 seconds. Made 130 queries to database and cached queries. Memory used - 22.6MB

Bad Behavior has blocked 26 access attempts in the last 7 days.