die ethnische Säuberung Palästinas
Der MemoriZid - mit dieser Wortschöpfung beschreibt der jüdische Historiker Ilan Pappe in Anlehnung an das Wort GenoZid, die kolonialistische Umdeutung von Landschaft und Geschichte Israels.

Israelische Kinder schreiben Todesgrüsse auf Bomben die später auf Palästinenser abgeworfen werden.
In seinem neuem Buch ”Die ethnische Säuberung Palästinas” nimmt er den Kampf auf gegen die Leugnung der Nakba - der Katastrophe von der gewaltsamen Vertreibung von 800.000 Palästinensern zum Zwecke der sogenannten ”Staatsgründung” Israels durch die Zionisten.
Hierzu eine kurze Buchbesprechung:
Ilan Pappe, israelischer Historiker und Politikwissenschaftler, hat seiner Heimat fürs erste den Rücken gekehrt, “doch hoffentlich nicht für immer”. In England, wo er derzeit lebt, forscht und unterrichtet, hofft er, “nicht wie ein Pestkranker gemieden zu werden”, so Pappe in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung Il Manifesto.
Die ethnische Säuberung Palästinas, kürzlich auch auf Deutsch erschienen, ist vermutlich das Werk, das seinem Ruf in Israel den schwersten Schlag versetzt hat, während es international höchste Anerkennung findet. Bereits in den achtziger Jahren waren Pappe und andere israelische Historiker angeeckt, als sie mit einer Revision der zionistischen Darstellung des 1948er Krieges begannen und insbesondere zeigten, “wie falsch und absurd die israelische Behauptung war, die Palästinenser hätten das Land ›aus freien Stücken‹ verlassen”. Doch Pappe ließ vor allem ein Tabu keine Ruhe … weiterlesen »